Der entspannte Weg zum Reichtum
»Eine exzellente Einführung in die Welt rund um die Aktie.«
Freundin 19/2011
»…eine exzellente Einführung in die welt rund um die Aktie.«
Freundin Augabe 19/2011
Kurzbeschreibung
Wie man mit System von Aktien profitiert, legt Susan Levermann in diesem anschaulichen Börsenratgeber dar. Zunächst geht es darum zu verstehen, wie die Börse wirklich funktioniert. Was ist eigentlich ein RoE? Wie erkennt ein Kleinanleger, was ein gutes Unternehmen ausmacht? Warum halten Torwarte keine Elfmeter – und was hat das mit Aktien zu tun? Wie passt Börsenerfolg zu Ethik und Moral? Die preisgekrönte Fondsmanagerin erklärt das alles. Und es ist ganz einfach! Außerdem zeigt Susan Levermann, wie man Geld richtig anlegt: Aktien werden nach einem verständlichen und nachvollziehbaren Punktesystem bewertet – nur die besten werden gekauft und regelmäßig überprüft. Besonders praktisch: Alle Daten, die man dafür braucht, sind im Internet kostenlos zugänglich.
Preis: EUR 11,90


Weder Reich noch entspannt.,
Ich befürchte ich werde mich hier mal wieder recht unbeliebt machen. Aber seis drum.
Zuerst möchte ich versichern, daß mir die Tatsachen wohl bekannt sind. Frau Levermann war mehrfach unter den Top drei der deutschen Fund Managern, und 2008 erreichte sie sogar (für das Jahr 07 denke ich) den ersten Platz. Mit dem DWS Europe Inovation, DWS Zürich Invest Aktien Deutschland und DWS Provesta ca 2Mrd EUR in Assets unter management. Das ist toll. Wirklich. Ich behaupte, jemand mit Affinität zur Welt der Finanzmärkte weiß sowas einzuschätzen, die Medien offensichtlich aber nicht (TAZ, Spiegel…)!! Die Tatsache das Frau Levermann nicht mal 5 Jahre Überrenditen erwirtschaftet hat macht sie jetzt nicht automatisch zu einer unangefochtenen Autorität in Sachen Geldanlage (jedenfalls nicht für mich).
Um da mal ein bisschen die Luft rauszulassen, empfehle ich die Namen ihrer Funds in eine Suchmaschine einzugeben. Dann tauchen in der Regel ein Haufen Anbieter auf, die auch “einen Chart” der Wertentwicklung des Funds zeigen. Meistens gibt es auch die Möglichkeit dann einen Vergleichsindex anzuzeigen (z.B. einfach mal den DWS EUROPE Inovation mit dem EUROSTOXX Tec vergleichen). Das ist dann doch bestimmt für viele recht ernüchternd. Auch unter Frau Levermann haben die meisten ihrer Funds Ende 2007 einen ordentlichen Schlag abbekommen…..und sind inzwischen quasi auf dem Level der Indizes. Mache ich ihr daraus einen Vorwurf. Nein! Das wäre lächerlich und unangebracht. Dazu später mehr.
Die im Buch vorgestellte selbstentwickelte Modell ist IMHO weder “Modell” noch “selbstentwickelt”. Was in diesem Buch anschaulich, kompetent und rech humorvoll präsentiert wird ist echtes Fundamentales/Value Investing (Frau Levermann nennt ihre Strategie “quantitativ”….IMHO ist eiene “Score Card” Modell für Aktien keine quantitative Strategie. Is aber eigentlich Wurst wie man es nennt.). Ich denke, das ergibt Sinn, was die gute Frau da erzählt.
Aber “reich” wird man dadurch nur wenn man es eh schon ist. Und so richtig entspannt muss das dann auch nicht ablaufen. Aus dem simplen Grund: Frau Levermann empfiehlt für den Privatanleger den selben Ansatz den sie als “Long Only” Monstrosität gewählt hat. Das führt zu einer absolut abseitigen Fixierung auf eine einzelne Anlageklasse: “equity” !! Das Anlageuniversum wird auf die Anlage in Aktien beschränkt, Kasse und Festverzinsliche Anlagen massiv unterbewertet (relativ zu ihrem Risiko). Absicherung mittels Derivaten existieren hier nicht. Investments in Rohstoffe nur indirekt (über Aktien). Das halte ich für absolut abwegig. Für Frau Levermann war eine “long only” Strategie quasi institutionelle Vorschrift. Für den Privatanleger ist es das nicht.
Eine solche Fixierung auf Aktien führt zu einem Portfolio, das i.d.R. eine höhere Volatilität hat, als der Aktienmarkt selbst und jedem “bear market” schutzlos ausgesetzt ist.
Ich verstehe ja, daß die Idee:
- suche Beteiligungen an “gesunden Unternehmen”
- packe dein Geld da rein
- warte bis sie an Wert gewinnen
irgendwie anziehend sind und nach gesundem Menschenverstand klingen. Dazu noch ein bisschen Bänker Bashing (die wollen uns ja nur ihre Produkte verkaufen…jepp, but so what?) und schon sonnt man sich als “common sense” Investor, der “dem Wahnsinn” und “der Gier” da draußen widersteht und, let’s face it, etwas belächelt. Schlau, nich? Weiß ich nicht! Und mir ist jeder suspekt der sowas behauptet oder sugeriert. Ich halte es für verantwortungslos die Anlagenöglichkeiten so einzuschränken. Ich denke das man mit einer simplen Mischung aus:
-ETFs auf Aktien Indizes(MSCI World, S&P500 Retail,), ind Europa, USA und emergin markets
-ETFs auf Rohstoffindizes
-Far out of the money puts (Optionen …nicht Optionsscheine!!)auf die Indizes.
-den Rest cash und festverzinsliche Wertpapiere
eine bessere (risikoadjustierte)Performance zu erzielen ist, als bei den oben genannten funds. Jedenfalls war es bei mir so (was in 2008 an den “Bösen Derivaten” lag).
Fazit: Fokus zu sehr auf Aktien und Absicherungsstrategien kommen zu kurz. Hier ist Frau Levermann doch ein Quant….sie vertraut zu sehr auf ihr Modell;)
Edit: Ansonsten möchte ich noch erwähnen, das ich Frau Levermanns Engagement bzgl. Ethik im Investment sehr löblich finde. Das ist wirklich einen Gedanken wert und hat IMHO auch nix mit weltfremden “tree hugging” zu tun.
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| Kommentar als Linkein Anstoß, genauer hinzugucken,
Ich möchte das Buch allen empfehlen, die sich selbst als Player an der Börse und das Marktgeschehen besser verstehen wollen.
Frau Levermann stellt Fragen, die ans Eingemachte gehen: warum bin ich an der Börse; was will ich hier eigentlich erreichen; wie halte ich`s mit meinen ethischen Ansprüchen; wer oder was bestimmt den Markt; wie kann ich mich als Mensch mit wenig Kapital hier erfolgreich einhaken.
Schön ist, dass das Buch nur 250 Seiten hat, didaktisch gut aufbereitet und verständlich ist.
Der 1.Teil “Wege durch den Vokabelwald” hat mir sehr geholfen, da ich kaum Wirtschaftskenntnisse habe. Es ist Schwarzbrot;intensiv und machmal lustlos habe ich`s durchkauen müssen, bis die Vokabeln Tiefenschärfe gewannen. Aber nun kann ich mir auch auf einen Blick die wesentlichen Kennziffern einer Aktie erschließen.
Drei Dinge sind es, die über Erfolg und Misserfolg an der Börse entscheiden: meine Überzeugungen; mein System , meine Disziplin.
Zu allen drei Komplexen argumentiert Frau Levermann plausibel – das macht ihr Buch so wertvoll; sie spricht auch Alternativen an und lässt sie gelten.
Wer will kann ja ihr System ausprobieren. Es enthält Indikatoren aus drei Bereichen:Betriebswirtschaft, Trendfolge, Marktmeinung(Analysten).
Diese Kombi finde ich plausibel und tragfähig. Ich probiere sie derzeit aus. Mir persönlich wäre eine Reflexion über Exitstrategien noch lieb gewesen.
No one is perfect.
Besonders spannend finde ich die These von Frau Levermann:
gar nicht mehr die einstiegskurse anzugucken und nur alle zwei wochen den aktienmarkt zu betrachten; denn das system macht`s ja.
Da merke ich dann doch, dass ich rot sehe.
So wirkt das Buch wie ein Spiegel für meine Kontrollzwänge und meine mangelnde Disziplin. Vielen Dank Frau Levermann!
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| Kommentar als LinkLeicht Verständlich!!!,
Das Buch ist leicht zu lesen und wegen der vielen Beispiele und anschaulichen und abwechslungsreichen Beschreibung sehr gut verständlich.
Für mich als Laien war es eine gute Einstiegslektüre, die mir ein erstes Grundverständnis für das Investieren an der Börse gegeben hat.
Der Titel wurde vermutlich aus Marketinggründen gewählt, weil die beschriebenen Methoden weder entspannt sind (man muss nach den vorgeschlagenen Methoden doch sehr viel Zeit für die Aktienauswahl investieren) noch wird man schnell reich.
Es geht vor allem darum nicht auf kurzfristige Kursschwankungen zu spekulieren die nach ihrer Aussage sowieso niemand genau vorhersagen kann, sondern anhand einer fundierten Analyse die richtigen Aktien zu finden um über längere Zeit von den Fehlern, die der Markt macht zu profitieren.
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| Kommentar als LinkPingback: Aktien ChartTechnische Analyse der Finanzmärkte